
Baulastwegebenutzungszulassungsgenehmigungsverfahrensverordnung
( April+Mai 2025 )
Ich hatte den Blogpost für April eigentlich Anfang Mai schon fast fertig. Dann meldete sich das Bauamt, und da war es wieder, dieses dringende Bedürfnis, dass so etwas wie DOGE auch mal in Deutschland an den Start geht. Sodass nichts und niemand im öffentlichen Dienst sich mehr sicher fühlen kann. Mir ist natürlich klar, dass dies ein populistischer Ansatz ist, der zu nichts führt. Mir wurde aber auch klar, warum Leute solche Menschen oder Parteien wählen – nämlich wenn man selbst hilflos ist und auch irgendwie keine Besserung sieht.
Ich finde Bürokratie toll, und wie mein Lieblingspodcaster immer sagt: "Du wirfst oben eine Aktion ein und die resultiert immer im gleichen Ergebnis." Das ist insofern richtig und toll, wenn man die ganze Murmelbahn, welche diese Aktion zurücklegen muss, komplett ausblendet. Aber worum geht es?
Ein Waldweg Anno 1952

Es geht um diesen dort braun eingetragenen Waldweg. Der wurde auch gar nicht von mir dort reingezeichnet, sondern vom Land RLP. Wann das geschah – keine Ahnung. Der Weg wurde ±1952 errichtet und ist die Zufahrt zum Stellwerk.
Baugenehmigungen (ich brauche diese für die Umnutzung des Gebäudes, auch wenn ich baulich nichts ändere) können, wie ich nun lernte, nur erteilt werden, wenn es eine Zuwegung gibt. Die gibt es de facto, aber nicht de jure. Ich muss also eine Zufahrtsbaulast eintragen lassen, in der ich bestätige, dass der Streifen dort für nichts anderes als eine Zuwegung benutzt und erhalten wird. Also ich nicht nächsten Monat hingehe, den Weg abreiße und 'nen Garten drauf setze.
Mein Problem damit ist gar nicht, dass das nötig ist – sehe ich alles ein. Nur zwei Dinge:
Warum kommt das jetzt nach über zwei Jahren? Warum kann man nicht am Anfang gesagt bekommen: das, das und das besorgen, wiederkommen. Nein, du arbeitest einen Punkt ab. Wartest 2–6 Monate, dann kommt der nächste Punkt.
Und, um zum zweiten Punkt zu kommen: Das hier wird nun wieder mindestens bis Herbst dauern. Man kann nicht einfach ein Formular unterschreiben und sagen: Grundstück XY wird nur als Weg benutzt. Nein. Es braucht ein Aufmaß. Das kann man sich für einen vierstelligen Betrag bei einem amtlich bestellten Vermesser rauslassen oder für weniger Geld (~250 €) beim Katasteramt (dazu gleich). Außerdem muss man eine beglaubigte Abschrift aller involvierten Grundstücke beim Grundbuchamt geben lassen. Diese sind auch noch zeitlich begrenzt gültig.
„Dann geh halt hin und hol dir den Auszug“ – ja. Aber nein. Das Grundstück 2148/17 ist ja erst seit Neuestem uns. Im Grundbuch stehen wir noch nicht drin. Und obwohl ich (siehe letzten Monat) diese hübsche Mappe mit Siegel habe, bekomme ich beim Grundbuchamt keinen Auszug. Also muss ich von der Ortsgemeinde eine Einverständniserklärung einholen, damit sie fein damit sind, dass ich auf dem Grundstück, das ich ihnen abgekauft habe, eine Baulast eintrage. Oder ich warte eben, bis das Grundbuchamt uns als Besitzer eingetragen hat. Das Grundbuchamt sagte aber, dass ihnen noch keine Unterlagen zugegangen sind. Eine Nachfrage beim Notar ergab, dass man noch auf das Finanzamt Worms warte, welches noch etwas ausfüllen müsse. Und eine Nachfrage beim Finanzamt ergab, dass man zum einen Monate hinter der Bearbeitung im Verzug sei und sich auch nicht erklären könne, warum der Verkauf für so ein großes Grundstück so günstig war und (man sagt es nicht) vermutet, hier sei etwas komisch.
Zwischenzeitlich habe ich das Katasteramt angerufen, und ein freundliches Telefonat ergab, dass ich einfach eine Karte hinschicken soll, wo der Weg ersichtlich ist, und dann erstellen sie mir solch eine Karte, in der der Weg für das Bauamt grün schraffiert dargestellt und beglaubigt wird. Cool, dachte ich, machte das direkt fertig und schickte es dem Katasteramt. Was ist naheliegender, als ihr eigenes Kartenmaterial dafür zu nehmen, das man öffentlich einsehen kann und wo der Weg eingezeichnet ist?
Arsch lecken. Immerhin – zwölf Tage nach meiner Mail rief mich schon jemand zurück. Die Stimmung war gar nicht mehr so freundlich. „Mit dem was Sie da gemailt haben, können wir nichts anfangen“ (also mit ihrem eigenen Kartenmaterial) – ich müsse eine Karte schicken, in der zu allen Grenzpunkten die Abstände des Weges eingezeichnet sind.

Aus Sicht des Katasteramtes ist das, was ich da jetzt abermals hingeschickt habe, vermutlich absoluter ... Amateurkram und nichts, was sie von einem professionellen Vermesser zugeschickt bekommen. Aber warum gibt es diesen Service dann für Max Mustermann überhaupt? So oder so, ich sehe mich schon wieder, einen vierstelligen Betrag für den Vermesser locker machen zu müssen. Nur um dann irgendwann vor Weihnachten die nächste Aufgabe gestellt zu bekommen.
Ich werf nicht hin, aber Spaß gemacht hat das im Mai auch nicht, als mir bewusst wurde, dass sich das jetzt wieder eeeeeeeeeeewig ziehen wird.
Serienbau WBS70
Daher hatte ich am 1. April eine Handwerksfirma vor Ort. Wir sprachen das Projekt durch, und er zeigte mir mittels ChatGPT diverse Vorschläge. Am Ende ist das hier bei rausgekommen: Das Gebäude wird weiß verputzt, die Fenster kommen in Anthrazit. Ein Stabgitterzaun sorgt für ein optisch ansprechendes Aussehen – wobei man ja optional noch Sichtschutzplastik einfädeln kann.

Daher hatte ich am 1. April eine Handwerksfirma vor Ort. Wir sprachend das Projekt durch und er zeigt mir mittels ChatGPT diverse Vorschlänge. Am Ende ist das hier bei rausgekommen. Das Gebäude wird weiß verputzt, die Fenster kommen in Anthrazit. Ein Stabgitterzaun sorgt für ein optisch ansprechendes Aussehen. Wobei man ja optional noch Sichtschutzplastik einfäddeln kann.
Außerdem werde ich beim Eisenbahnbundesamt beantragen, die Bahnstrecke stillzulegen und in eine Fahrradstraße umwandeln zu lassen, die aber natürlich auch für Autos freigegeben wird.
50 Meter Hecke

Nächsten Winter müssen ja rund um das Stellwerk noch ein paar Bäume fallen, dann ist auch der letzte Sichtschutz in Richtung Kreisstraße dahin. Also wird eine Hecke angelegt. Die Wahl fiel am Ende auf Glanzmispel, weil sie zum einen Blüten trägt und somit noch einen minimalen Nutzen für Bienen hat, und die neuen Blätter im Frühjahr rot sind. So hat man eine gewisse Farbvariation in der Hecke.
Für 50 m werden rund 150 Pflanzen gebraucht, was mit 518 € zu Buche schlägt.

Der Boden ist leider nicht optimal für diese Art Hecke, sodass die ganzen 50 m aufgearbeitet werden müssen. Natürlich wie immer von Hand – wird also ein 50 m langer, 30×30 cm Graben ausgehoben.

Der wird dann mit Kompost vom 7 km entfernten Wertstoffhof aufgefüllt – bzw. direkt um die Pflanzen herum mit einem fertigen Kompost-/Erde-Gemisch. Den 1 m³-Hänger Kompost gibt es dort für 9 €. 1 m³ Mutterbodengemisch macht 24 €. Zum Schluss: 60 € insgesamt.

Für den Graben auszuheben, mit Erde zu befüllen (auch das Hin- und Herfahren für die Erde) und die Pflanzen letztendlich zu setzen, sind rund 3 Arbeitstage draufgegangen.

Ein Stromzaun ist natürlich auch nötig. Besuch von Rehen gibt es immer mal wieder auf dem Grundstück. Letztes Jahr hat mir ein Reh meine ganze ausgesäte Blumenwiese weggefressen. 😒 Das Gute ist, dass meine bessere Hälfte noch jede Menge ausrangierte Litze oder Pfosten hat, sodass hierfür kein weiteres Geld eingesetzt werden musste.
Wer billig kauft....

kauft zweimal. Und ich werde diese Weisheit wohl nicht mehr in mein Hirn reinbekommen. So auch diesmal nicht. Die Hecke will für ein gutes Wachstum in den ersten Jahren bewässert werden – 3× wöchentlich. Später kommt sie dann auch so klar. Daher der Gedanke, ein nicht so teures System zu erwerben – muss ja eh nur 3–4 Jahre halten.
Der Scheiß da oben jedoch ist eine Fehlkonstruktion. Aus den ersten 3 Sprinklern kommt Wasser, dahinter nichts mehr. Man muss wohl von der Gardena-Kupplung mit einem dicken Schlauch jeweils einzeln an 3 Bewässerungseinheiten – also dementsprechend viele Y-Stücke – bauen, was mächtig ins Geld geht.

Auf Threads meinte dann ein vermeintlicher Garten-Landschaftsbauer, ich solle mir doch bitte das originale Gardena-System kaufen. Das funktioniert ohne solche Y-Stücke bis 100 m absolut zuverlässig. Was soll ich sagen: 50 m für 53 € – aber wer hätte es gedacht, es funktioniert einwandfrei.
Wasserversorgung jetzt Smart und - defekt

Der Bewässerungsschlauch ist an das Regen-Hauswasserwerk angeschlossen. Der 2.000 L Regenwassertank ist aber wiederum an den Brunnen angeschlossen. Läuft der Regenwassertank leer, füllt der Brunnen den Regentank auf ~300 L auf. Zwar ist der Brunnen fertig gebaut, aber die ganze Zeit außer Betrieb. Innen im Gebäude sind ja eh noch keine Armaturen installiert, und die UV-Lampe zum Desinfizieren muss ja nicht laufen, wenn eh kein Wasser gebraucht wird.
Die Brunnenpumpe + UV Lampe sollte natürlich Smart angesteuert werden so das, wenn jemand im Stellwerk ist, nicht irgendwo ein Schalter im Brunnenbunker gedrückt werden muss. Zum Glück habe ich da unten ein LAN Kabel damals beim verlegen enden lassen den, mit WiFi ist dort nix.

Auch wenn ich erst zu dumm war, den Shelly anzuschließen und die Social-Media-Bauleitung helfen musste (Danke!), wollte die Brunnenpumpe nicht starten. Erst ein Versuchsaufbau zuhause zeigte: Das Problem scheint nicht der Shelly zu sein, sondern irgendwas dahinter.
Schuld war diese 2 € große Sicherung im Gehäuse für die Pumpensteuerung. Normal kann man diese wieder reindrücken, aber der Schalter war festgegammelt und die Sicherung defekt. Ein schneller Ersatz über eBay würde 8 € kosten. In China gibt’s ein 10er-Pack für 5 € oder man kauft sie sich in „Automatic Reset“ für 14 € das 10er-Pack – aber eben mit 4 Wochen Wartezeit.
Um auszuschließen, dass evtl. die Pumpe oder sonstwas den Geist aufgegeben hat und man sich die 14 € und die Zeit gleich direkt sparen kann, habe ich einen 16A-Automat anstelle der Sicherung gehangen, um kurz zu schauen, ob irgendwas Grobes im Argen liegt. Pfuscherlösung, ja. Aber immer noch besser, als die Sicherung zu brücken.
Es zeigt sich: alles war i. O., und die neuen Sicherungen wurden zwar in „China“ bestellt, waren aber schon in einem Verteilerzentrum in DE. Nach einer Woche war der Ersatz da. Sollte die Sicherung zukünftig aus irgendeinem Grund fliegen, versucht sie sich jetzt selbst wieder einzuschalten. Natürlich auch ideal, wenn die Bude vermietet ist und ich niemanden per Telefonanweisung in den Bunker klettern lassen muss.
Außenanlage
Solange die Temperaturen mit < 20 °C noch erträglich sind, wird draußen weiter an Dingen gearbeitet.

Den Hang weiter abtragen ist eine gute Idee bei dem Mistwetter. Als ich realisierte, dass ich eigentlich viel zu gut vorankomme, kam dann auch schon die Überraschung.

Ich stoße auf Backsteine sowie eine Reihe ovaler Kabelschutzsteine.

Und nach dem Entfernen dieser zeigt sich dann auch: Bahnkabel. Das ist jetzt erstmal absolut nichts Außergewöhnliches. Ich habe schon etliche tote Kabel aus dem Boden rund um das Stellwerk geholt. Aber genau dorthin läuft laut DB-InfraGo-Kabellageplan ein Kabel, das noch live sein soll.

Rot = angebliches Kabel in Nutzung
Blau = ungefährer Ort, wo ich das Kabel gefunden habe
Gelb = Stellwerk
In dem Lageplan steht auch, dass die Angaben ohne Gewähr und mehr als ungefähre Handreichung zu sehen sind. Möchte man Arbeiten durchführen, muss man einen Kabelbeauftragten bestellen. Natürlich muss fachlich korrekt beigefügt sein, was man da überhaupt machen will – wobei ich da nicht so sicher bin, ob das einfach nur der Standardtext für Arbeiten auf DB-Grundstücken ist. Wie dem auch sei: mal eben flott jemanden kommen lassen, der drüberschaut – Fehlanzeige. Der kurze Dienstweg übers betriebsinterne Telefonbuch führte auch zu keinem Erfolg. Da merkte man halt schon, dass es eben nicht „ein Konzern“ ist, sondern InfraGo einfach ein Laden für sich ist, der mit dem Rest der DB nicht mehr wirklich viel zu tun hat – außer dem Namen.
Augen zu und durch?
Die Kabel sind halt leider für die Stützmauer aus Natursteinen, die ich errichten will, komplett im Weg. Auch wenn ich mir sicher bin, dass die Kabel nicht mehr live sind – einfach durchtrennen möchte ich sie nicht. Weniger wegen Reparationszahlungen, sondern mehr, weil ich nicht gebrutzelt werden möchte.

Meine Vermutung ist, dass es die Stromkabel für die Lichtsignale an den alten Formsignalen dort hinten rechts sind. (Das Bild entstand 1974 aus dem Stellwerk heraus.)

Die Social-Media-Bauleitung merkt an, sich einen berührungslosen Spannungsprüfer zu besorgen. Doch der versagt schon an der Plastikrohr-Ummantelung eines Kabels.

Und wo mir so die Optionen ausgehen und ich schon überlege, wie ich die Kabel am „sichersten“ durchtrenne, fällt mir noch ein, dass ich im November letzten Jahres an der Kellertür des Stellwerks bei Kanalarbeiten einen bunten Strauß Bahnkabelenden im Boden gefunden habe – bereits durchgeflext. Man könnte sich also entlang des besagten Kabels graben, bis man – hoffentlich – an der abgetrennten Stelle rauskommt. Dann weiß man 100 %: ist tot, kann weg.

Nachdem dann zwinschenzeitliches schönes Wetter und Kurzurlaub durch waren, ging die Buddelei los. Natürlich wieder von Hand – man kennt es.

Nach nur 6 h war etwas mehr als die Hälfte geschafft. Das Kabel liegt in etwa 60 cm Tiefe.

Nach weiteren 3 h traten dann die Enden von 2 Kabeln zutage. Das Blöde war: Ich habe den Graben anhand des Verlaufs des rechten Kabels gebuddelt. Ob das linke auch wirklich das linke ist, das am Anfang aus dem Hang kommt, ist unklar.
Das 2. Kabel lief zwar parallel, aber auf kompletter Länge mit einem Abstand von 30 cm. Also am 2. Tag den Graben nochmal verbreitert, um auch dieses rauszuoperieren.
1,5 Tage Arbeit, um das Kabel sicher abzubauen. Geschätzte ~50 kg, würde ich sagen. Leider haben die ganzen Metallankaufsbuden in der Region (die ich kenne) mittlerweile eine Mindest-Anlieferungsmenge. Auch wenn die Rohstoffpreise steigen – man hat keine Lust auf Kunden, die nur mit 20 kg Kupfer auf dem Hof stehen. Ich werde es mal einlagern, bis sich eine Gelegenheit ergibt.
Westwall Panzersperre

Der Hang ist abgetragen, aber die Mauer aus Naturstein sollte man natürlich nicht auf den lockeren Waldboden mauern. Beim Einlesen, wie ich das Fundament denn herstellen möchte, musste ich jedoch feststellen, dass – hmm, ich fang mal anders an: Kennt ihr das, wenn man etwas fachlich korrekt machen möchte, das durchaus auch alles irgendwo Sinn macht, aber ihr euch denkt: "Junge, ich will doch nur xy und kein Jahrhundertbauwerk?"
Ich komme am Ende auf eine Breite von 60 cm und eine Tiefe von 80 cm für das Fundament. Das Loch selbst soll 1,1 m tief sein, die untersten 30 cm mit Schotter befüllt. Stahlamierung? Natürlich! Für ne verkackte 80 cm hohe Wand aus Naturstein...
Und dann schaue ich rüber an die Ladesäule/Tankstelle, wo ich auch eine Stützwand gebaut habe – mit noch primitiveren Mitteln – und denke mir: Ne, 30x40 cm, fertig.
Vielleicht bin ich der Trottel, der sich in 5 Jahren anhören kann: "Da, siehste! Hättest du mal besser..." – aber dann ist das so.
Im Zuge der Recherche auch gesehen, dass diese 80x60 cm Westwall-Fundamente wohl auch für 40 kg schwere Wärmepumpen als Sockel gebaut werden – das war der Moment, wo ich einfach losgelassen habe.
Terraforming - von Hand

Vorher/Nacher
In Spielen wie Sim City schön die Landschaft umgestalten, mit einem Mausklick. Das ist in echt, wenn man Baumaschinen "ablehnt", tagelange Arbeit. 😅
Die Erde vom Hang und dem Fundamentstreifen muss jedenfalls irgendwo hin. Und die ganzen Steine (die Erde vor Ort besteht gefühlt zu 70 % aus Steinen und 30 % aus Erde), die damals beim Ausgraben der Löcher für die Tanks angefallen sind, auch.
Aus beiden Sachen wird ein künstlicher Hang / eine Trockenmauer geschaffen, die praktischerweise die Tanks verschwinden lassen. Bereits nach wenigen Wochen konnte man dort dann auch Eidechsen und Mäuse durch die Steine huschen sehen. 😊
Die Treppe, die man rechts sieht, besteht aus Bauschutt-Resten aus Sandstein, meist alten Fenstereinrahmungen. Die gab es damals gratis dazu, als ich die ganzen Sandsteine abholte.
Die Treppe soll später dem Abwasser-LKW-Fahrer dienen, um von außen an den Abwassertank zu kommen. Kann aber natürlich sein, dass wegen UVV DIN 4711 die Treppe wegen ihrer nicht normgerechten Bauweise nicht genutzt werden darf und ich irgendeine Scheiße aus Beton und Edelstahlgeländer mit Punkten zum Einhaken des Klettergeschirrs bauen muss. Dann werde ich das tun. Mit Freude.
Upcyling in 90sek

HALLO ICH BIN LEA SOPHIE UND ICH ZEIGE EUCH IN 90 SEKUNDEN, WIE IHR DIESES TOLLE ALTE FENSTER WEITERVERWENDEN KÖNNT!!! 📹
Und dann stehste einen ganzen Tag in deinem Garten und schleifst die unterschiedlichen Buntlacke der letzten 70 Jahre von dem Fenster – welche nach Lungenschädlichkeit von unten nach oben fein sortiert sind. 🫠

Das Fenster ist eines von vieren, welche die 30 Jahre Lostplace einigermaßen überlebt haben. Naja, was heißt überlebt – für einen Wohngebäude-Einbau sind auch die nicht mehr zu gebrauchen. Die Türen und Fenster schließen schief, alles ist schwergängig, teils fehlen beschläge oder Riegel.
Aber für ein Gewächshaus oder, damals schon im Hinterkopf: Falls man die Terrasse mal irgendwie ausbauen möchte?
Die Idee, die Terrasse damit zu einem Wintergarten auszubauen, habe ich verworfen.
Wintergärten sind eh nur 4 Wochen im Jahr geil – zwei im März und zwei im Oktober.
Ansonsten versuchste die Wärme rauszubekommen oder hockst doch im Haus.
(Ich spitze zu – lasst euch nicht euren WiGa von mir schlechtreden 😘)
Man könnte jetzt sagen: "Aber da kann man so schön sitzen und über die Bahnstrecke / den Wald schauen, windgeschützt."
Ja – aber dafür ist im OG noch etwas geplant...
Warum ich aber auf dieser Seite doch ein einziges Fenster einbaue:
Zum einen die L395 🔊 –
aber auch, weil von dort der Wind / Regen besonders reinpeitscht.
Und irgendwie ist es ja auch schön, etwas Altes vom Stellwerk – was von seiner Funktion her leider nicht mehr taugt – woanders nochmal ein zweites, leicht abgewandeltes Leben zu geben.
Eine kurze, mit ChatGPT erstellte Variation an Farbmöglichkeiten und eine Umfrage auf Social Media ergab dann: Möglichst der Farbton, den die Balken haben.

Die Rahmen habe ich mit einer Lasur bepinselt – war beim Fenster keine Option, da es aus unterschiedlichen Holzarten besteht und auch keine wirklich schöne Maserung hat, die ich weiterhin sehen wollte.
Im Bauhaus gefragt, ob es einen Buntlack-Farbton gäbe, der dieser *Muster zeig* Lasur ähnelt. Kam ich mir vor, als hätte ich im Media Markt nach einem HDMI-auf-Gardena-Adapter gefragt, nur um belehrend eine Antwort wie:
„… können Sie auch aus Diesel Benzin machen?!“ zu bekommen.
Und genau deswegen frage ich dort nie irgendwen etwas.
Immerhin zeigt er mir genervt die Wand mit den Farbtönen, die sie mischen können. Und siehe da – gibt’s anscheinend doch. ACH!

Der provisorische Einbau fand noch im Mai statt, aber ich mach bzgl. der „fachgerechten Installation eines Fensters“ auch kein Geschiss.
Das Teil bekommt rundherum Spaxschrauben, welche später verdeckt werden – und fertig.
Scheiben muss ich noch bestellen – da wird’s auch wieder das ganz normale Einfachglas, wie es einmal war.
🌩️ Pfalzwerke Netz AG 🌩️
Wir haben mit einem Rant angefangen, wir enden mit einem.
Wer wegen dem handwerklichen Aspekt hier ist, kann aufhören zu lesen – das war’s für diesen Monat. 😊👋
Jeder hat vermutlich Firmen, die er für sich aus unterschiedlichsten Gründen boykottiert.
Ich hab mich in meinem Leben auch schon mit Firmen (vor Gericht) gestritten, wo ich mir aber herleiten kann, wie es überhaupt so weit kam – aber dass das eben jetzt professionell geklärt werden muss.
Aber dieser Laden... Ich muss nur irgendwo an einem Trafo oder einer Werbetafel vorbeikommen, und der Puls steigt. 😅
Anfang April – es war mal wieder nichts passiert bzgl. der PV-Anlagen-Anmeldung – habe ich den PWN nochmal eine Fristsetzung zum 31. Mai zukommen lassen, nochmal mit dem kompletten Sachverhalt.
Bitte glaubt mir: Ich schreibe solche Briefe sachlich & freundlich.
Das ist ein anderer Ton als hier oder besonders auf Social Media.
Da ich es gewohnt bin, von den PWN auf allen Kanälen ignoriert zu werden – inkl. Einschreiben und Faxe – habe ich das Schreiben per Gerichtsvollzieher zustellen lassen.
Dieser bringt das Schreiben persönlich zu den Pfalzwerken, belegt die Zustellung und – das ist noch wichtiger – auch den Inhalt!
Das heißt: Wenn es dann vor Gericht geht, kann die Gegenseite nicht mehr sagen „nene, da stand aber was ganz anderes im Schreiben“. Der Service kostete übrigens 17€.
Und siehe da, hat gewirkt – erstmal.
Noch am Tag der Zustellung bekam ich einen Anruf.
Der begann auch erstmal freundlich-neutral, um dann nach 30 Sekunden aber auch recht flott in einem strammen, vorwurfsvollen Ton umzuschlagen.
Ich hab dann gefragt:
„Ob das hier ein konstruktives Gespräch werden soll, oder ob wir uns jetzt gegenseitig pampig die Verfehlungen des jeweils anderen an den Kopf werfen? Außerdem wäre es schön, wenn ich Rückmeldungen von Ihnen mal schriftlich bekomme. Das Einzige, was von den PWN von Zeit zu Zeit kommt, sind solche Anrufe hier – von privater Nummer, die man nie wieder erreicht, wo man danach nix in der Hand hat und in ein paar Wochen wieder keiner von irgendwas weiß!“
Stimmung war dann auch am Boden.
Was für Vorwürfe hat die PWN angebracht?
Eigentlich ging es nur um einen Formfehler.
Als Tag der Inbetriebsetzung nach EEG hat der Elektriker nicht den Tag eingetragen, an dem er den Schalter rumdrehte, sondern den Tag, nachdem die PWN – nach über 18 Monaten Bearbeitungszeit – endlich eine offizielle Anmeldung annehmen wollte.
Und dass der Elektriker sich dann 4 Monate Zeit ließ, nachdem die Pfalzwerke sagten „SPRING!“, stieß dem Mitarbeiter ganz besonders auf. Das sie wiederrum nach dem Elektriker wieder 6 Monate nichts gemacht haben - normal. Wiel, viel zu tun.
Jeder normale Versorgungsnetzbetreiber hätte jetzt gesagt:
„Lassen Sie uns das korrekt zukommen, dann ist’s okay.“
Hier hieß es nun sinngemäß, dass die ganze Anmeldung hinfällig sei (wegen des Datumsfehlers),
aber man mal so kulant sei und die Anlage dennoch abnehmen würde.
Ich solle halt die Unterlagen korrigiert nachreichen.
Hab ich dann auch direkt am nächsten Tag gemacht.
Es ging dann Ende April ein paar E-Mails hin und her –
überraschenderweise immer mit einer Antwortzeit von 10–20 min (!)
weil noch was unklar war, wer das beim Marktstammdatenregister nun ändern muss/kann –
also ich oder die PWN – und der Elektriker sich erst noch weigerte, das jetzt nochmal anzufassen.
Aber dann hatten die PWN eigentlich alles von mir, was sie benötigten.
Man kann es sich natürlich denken:
Sie haben die Frist – von da an waren noch gut 5 Wochen Zeit – verstreichen lassen.
Es ist jetzt auch wieder niemand mehr für mich erreichbar – alles wie vorher.
Ich dachte eigentlich, die PWN hat einen persönlichen Hass auf mich, weil sie die 10.000 € für den Verteilerkasten, den ich mal zahlen sollte, am Ende selbst zahlen durften.
Und dass in meiner Kundendatei eine rote Flagge weht. Aber ich glaube, es ist einfach an inkompetenz nicht übertreffene Firma, gepaart mit der Dickhodigkeit, das man an ihnen als Monopolist eben nicht vorbei kommen.
Denn:
Ich war, als ich das Schreiben fertig machte, eben an diesem Verteilerkasten, um den aktuellen Zählerstand abzulesen.
Bei der Gelegenheit habe ich den Zählerstand für den Bezug auch mal an meinen Energielieferanten gemeldet.
Und was soll ich sagen:
Mein Energielieferant führt urplötzlich wieder die Zählernummer meines Nachbarns. 😈
Das Problem sollte eigentlich schon im Dez '24 erledigt worden sein.
Ich hab die Hotline der PWN angerufen und (freundlich) gefragt, ob sie mal schauen können, welche Zählernummer für mich hinterlegt sei (ohne zu sagen, welche ich hören möchte) –
und siehe da:
Bei ihnen im System ist alles korrekt.
Also meinen Stromanbieter angeschrieben.
Der glaubt mir das jetzt erstmal nicht – was ich verstehen kann, sonst könnte ja jeder kommen und seine Zählernummern ändern lassen –
und schreibt von sich aus den Netzbetreiber, also die PWN, an mit Bitte um Richtigstellung.
Und die PWN macht das, was sie gut kann: Nichts.
Der Prozess hängt fest.
Immerhin hält mein Stromanbieter mich auf dem Laufenden, indem ich alle 2 Wochen eine Mail bekomme, dass sie immer noch auf die Antwort der Pfalzwerke warten.
Wenn sie doch nur wüssten...
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