
Mauerbau
( Julgust 2025 )
Auch der Sommer macht, typisch für unsere Breitengrade, eine Sommerpause. Zumindest war gefühlt die Hälfte des Juli für die Tonne. Bei einem amtlichen Gewitter – ich war gerade auf dem Rückweg nach Hause von einem Wandertag und wollte noch mal kurz am Stellwerk vorbeischauen – entstand dieses Bild in der Nähe. Wellenförmige Wolkenbilder, habe ich so auch selten gesehen.

Am Stellwerk angekommen, war dann auch die Einfahrt abgesoffen, bei 30 Litern Regen in einer Stunde aber wohl normal. Dennoch, eigentlich sollte ich die auch mal noch vor dem schlammigen Herbst in Schuss bringen. 🙄
Bauamt
Manchmal ist es ja gut, einen Text zu schreiben, ihn ein paar Tage liegen zu lassen und, wenn der Frust verflogen ist, ihn noch mal sachlich neu zu schreiben. So wie mit diesem Abschnitt geschehen. 😗
Was soll ich sagen, Baugenehmigung ist immer noch keine da. Dafür ging die Karte mit dem Waldweg noch mal in eine Extrarunde. Aus Gründen™ wurde jetzt erst klar, dass es eigentlich gar nicht so recht um den Waldweg, sondern mehr um die zwei Parkplätze geht. Ich durfte also noch mal beim Katasteramt vorstellig werden. Der Herr war so begeistert davon 🙄, dass er mir die neue Anfertigung kostenlos ausstellt. Es soll ja nicht zu meinen Ungunsten sein, wenn seine Kollegen ihre Meinung zu einem Vorgang ändern. Nobel, nobel.

Und so hat der Waldweg endlich seine zwei Parkplätze eingezeichnet bekommen, das alles hat nun auch nur knapp drei Monate gebraucht.
Ich hatte das Bauamt ja, als das mit dem Waldweg im Mai aufkam, direkt gebeten, mir etwaige Papierhindernisse, die ich noch bearbeiten muss, direkt mit zu nennen, damit ich sie simultan abarbeiten kann. Darauf gab es keine Antwort. Bis zu dem Tag, als die Zufahrtsbaulast drei Monate später erledigt war. Jetzt geht es um den Umweltschutz.
Und ich sag mal so, das kann natürlich alles nur Zufall sein und mein Nachbar, der dazu meinte: „Ja, das ist doch ganz praktisch. Die spielen dir einen Ball zu und haben erst mal Ruhe. Jetzt hast du den nächsten Ball bekommen und …“ hat unrecht.
Aber ich sehe es mal als Zufall. Wenn man das jetzt liest, kann man natürlich denken: „Jaaaahaaa! Da bist du aber auch selbst schuld, du hast dich ja nicht dazu geäußert!“ Weiß ich halt nicht. 2023 war ja jemand vom Bauamt vor Ort und hat auch Fotos gemacht. Der Waldweg, welcher 1954 angelegt wurde, wird nicht verändert, also sind da ja auch keine geforderten Kompensationsmaßnahmen nötig. Und Artenschutz: Auf den Bildern aus dem Innenraum ist ja auch ersichtlich, dass innen nichts lebte.
Ich habe das Ganze aber noch mal dem Mitarbeiter geschrieben, der dort auf dem Schreiben genannt wurde. Wohlgemerkt, mir wurde eine Vierwochenfrist zur Klärung auferlegt, was ich ob der Tatsache, dass das Ganze hier jetzt schon über zwei Jahre läuft, echt lustig finde. :-)
Und jetzt wurde ich dann leider doch etwas angesäuert. Nicht nur, dass ich immer nur ein Problem nach dem anderen lösen darf und nicht alle auf einmal; die Person, die mir dort genannt wurde, gibt es gar nicht mehr, die ist schon länger in Pension. Meine natürlich unbeantwortete Mail ging also einfach ins Leere.
Das erfuhr ich aber erst bei einem Vor-Ort-Termin – naja, was heißt Termin, ich bin mal wieder einfach hin und habe das Gespräch gesucht, weil eben keine Antwort kam.
Immerhin war dieses Gespräch sehr konstruktiv, der MA vom Bauamt, der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde und ich haben uns kurz darüber ausgetauscht und, um das Ganze etwas abzukürzen, habe ich dann eine Stellungnahme geschrieben. Ein MA kam rausgefahren und hat sich eine Stunde lang das Ganze mit mir vor Ort angeschaut. Nebenbei war das Gespräch auch sehr aufschlussreich und ich konnte echt noch mal etwas lernen, gerade was die geplante Bepflanzung angeht und was ich der Natur dabei Gutes tun kann. 👍
Die Untere Naturschutzbehörde muss (Stand Anfang August) dann eine Stellungnahme an das Bauamt schreiben. Vor Ort wurde mir signalisiert, dass es eigentlich keine Probleme geben sollte. Das Ergebnis habe ich jedoch noch nicht, und ich habe leider schon zweimal erlebt, wie Mitarbeiter vor Ort sagten „Joar, alles dufte“ und die ehrliche Antwort dann Wochen später per Post kam. Man hat – und das kann ich sogar irgendwo verstehen – halt keine Lust, sich mit aufgebrachten Bauherren zu unterhalten.
Stand Anfang August liegt der Ball jetzt wieder drüben in der Kreisverwaltung. ☕
Forstamt
In der Bauvoranfrage damals wurde mir neben dem Waldankauf ja noch ins Heft geschrieben, dass ich eine forstrechtliche Umnutzungsgenehmigung für das eigentliche Grundstück einholen muss. Zu Deutsch heißt das: „Du zahlst, dafür pflanzen wir an anderer Stelle Bäume. Auch, wenn du deine gar nicht fällst.“
Da ich erwartete, dass nach dem Abarbeiten der Naturschutzbehörde vielleicht im Herbst dann das hier aufgemacht wird, habe ich das Forstamt proaktiv angeschrieben und zwar mit folgendem Text:
"Ich beziehe mich auf Ihre aktuelle Mitteilung, in der Sie erneut auf Ihre forstfachliche Stellungnahme vom 20.12.2023 Bezug nehmen.
In dieser ursprünglichen Stellungnahme fordern Sie auf, für das Flurstück 2221/9 eine waldrechtliche Genehmigung zur Umwandlung bzw. Rodung gemäß § 14 LWaldG zu beantragen.
Hierzu möchte ich anmerken, dass nach meiner Auffassung das o. g. Grundstück nicht die Merkmale eines Waldes im Sinne des § 2 LWaldG erfüllt. Insbesondere liegt keine Überschirmung durch Waldbäume von mehr als 50 % der Fläche vor, was eine zentrale Voraussetzung für die Qualifizierung als Wald darstellt.

Unabhängig von dieser sachlichen Feststellung unterliegt das genannte Grundstück weiterhin durch das Eisenbahnbundesamt gewidmetes Betriebsgrundstück dem Allgemeinen Eisenbahngesetz (AEG). Dieser bundesrechtliche Status begründet eine besondere Rechtslage, die in der Regel Vorrang vor den landesrechtlichen Regelungen der Landesbauordnung (LBauO) und des Landeswaldgesetzes (LWaldG) hat. Aus diesem Grund gehe ich davon aus, dass die von Ihnen genannten Vorschriften auf das geplante Vorhaben keine Anwendung finden. Gestützt wird diese Einschätzung durch den Umstand, dass sich auf dem Grundstück für den Bahnbetrieb notwendige Betriebseinrichtungen befinden, weshalb eine Entwidmung nicht möglich ist. Diese Widmung wird auch nach der Umnutzung durch die LBauO bestehen bleiben. Zudem besitzt die DB InfraGO AG weiterhin das Recht, zur Gewährleistung der Betriebssicherheit regelmäßige Rodungen auf dem Grundstück vorzunehmen, was zuletzt im Jahr 2022 geschah.
Ungeachtet der rechtlichen und sachlichen Einwände habe ich mich bereits bemüht, Ihre geäußerten Sicherheitsbedenken bezüglich des Waldabstandes aufzugreifen. Um die von Ihnen angeführte Abstandsproblematik zu lösen, habe ich den an das Baugrundstück angrenzenden Waldstreifen von der Gemeinde erworben. Damit liegt die im Raum stehende 30-Meter-Zone nun in meinem Eigentum und somit auch in meiner Verkehrssicherungspflicht. Bei einem kürzlichen Vermessungstermin war der zuständige Gemeindeförster, Herr xxxxx , anwesend. Im Gespräch äußerte er aus forstwirtschaftlicher Sicht Zweifel, ob eine Fällung der Bäume mit anschließender Bepflanzung von Niederwald überhaupt zielführend sei, da der natürliche Aufwuchs an dieser Stelle eine solche Maßnahme langfristig nutzlos machen könnte. Er betonte jedoch, dass ihm hierbei keine Entscheidungsgewalt zukommt. Ich bitte Sie daher um Ihre fachliche Äußerung, wie unter diesen neuen Gegebenheiten (Eigentum und Verkehrssicherungspflicht meinerseits) die Sicherheit dauerhaft gewährleistet werden kann und ob eine Rodung aus Ihrer Sicht weiterhin als alternativlos betrachtet wird.
Für eine klare und nachvollziehbare Fortführung des Vorgangs halte ich es für geboten, zuerst die grundlegenden Rechts- und Zuständigkeitsfragen in einem konstruktiven Dialog zu klären.
Ich sehe Ihrer Rückmeldung hierzu mit Interesse entgegen und stehe für ein klärendes Gespräch jederzeit zur Verfügung.
Daraufhin meldete sich ca. drei Wochen später der Chef des Forstamtes persönlich und wir trafen uns vor Ort. Auch hier wieder, um es kurz zu machen: Er sieht keine Probleme mehr mit dem Ganzen. Die Bäume können stehen bleiben, da sie nun rechtlich mein Problem sind, und von einer Umnutzung des Grundstückes wird abgesehen, weil es Bahngelände ist.
Viel interessanter fand ich die Anmerkung, dass er das Vorgehen der Baubehörde in diesem Fall nicht nachvollziehen kann. In allen anderen Bauvorhaben, die eine Abstimmung erfordern, ist es seit Jahren Usus, dass Bauherr, Forstamt und Bauamt sich zu einem Termin am Objekt treffen. Nur hier bei meinem Fall hätte er es das erste Mal erlebt, dass der Bauherr selber sich mit dem Forstamt alleine um Lösungen kümmmern müsse. Auch, dass das Bauamt den Bauherrn zum Forstamt schickt, um auf eine Stellungnahme zu reagieren, hätte er noch nie gehabt.
Nun.
Solarzaun

Das ständige Aufladen, aber vor allem das Schleppen der Autobatterie zu einer Steckdose ging mir zunehmend auf den Sack. Dazu kommt, dass die Batterie nicht so schnell volllädt und ich dann auch eine recht schnell durch Tiefentladung zerstört habe. Das Solarmodul hat einen Hagelschaden und bringt auch bei bester Einstrahlung nur noch ~30 W. Aber zum Aufladen der Batterie reicht es. Im Winter werde ich dennoch schleppen dürfen, aber immerhin neun Monate muss ich mich nicht mehr darum kümmern. Die restlichen Bauteile dafür hatte ich noch in der Sammelkiste.
Estrich unterm Estrich
Wenn man bedenkt, dass ich den Betonmischer nach Beendigung des Schlafzimmerestrichs eigentlich wieder verkaufen wollte und nur auf Anraten meiner Frau doch behalten habe … Er bleibt auf jeden Fall noch einige Zeit erhalten. Diesmal wurde er genutzt, um die Rohre und Wasserleitungen endlich mal im Estrich verschwinden zu lassen.
Davor gedrückt habe ich mich die ganze Zeit tatsächlich, weil ich wusste: „Wenn du es zukippst, kommst du so schnell nicht mehr dran, wenn es undicht ist.“ Aber es hilft ja nichts, und der Fakt, dass man ständig drumherum zirkelt, wenn man wegen irgendwas in die Ecke muss, macht die Leitungen auch nicht besser.

Das sieht noch sehr wild aus und ist auch nur die unterste Schicht. Man sieht vorne an der Kante, dass da noch eine Stufe von ca. 8 cm ist. Dort wird dann irgendwann mal eine ebenerdige Dusche gebaut; der Ausfluss ist in der Mitte zu sehen. Zugegeben, eine weitere Arbeit, vor der ich mich drücke.
Mauerbau
*hier Walter Ulbricht Stimme denken*
Wer immer mal wieder hier im Blog vorbeischaut, hat mitbekommen: Wenn sonst nichts zu tun ist, bastele ich an der Gartenvergrößerung aka Stützmauer weiter. Das Fundament wurde ja schon vor Langem gegossen und ist nun auch ausgehärtet. Als das Wetter eine Sommerpause einlegte, sah ich die Chance gekommen, endlich mal weiterzumachen, und bekam auch direkt eine Backpfeife von der Bauaufsichts-KI.

Ich war der Meinung, dass das Drainagerohr hinter die erste Steinreihe zu legen ist, tatsächlich aber muss es an die Sohle des Fundaments. Ich hatte somit also zwei weitere Tage Schaufeln gewonnen, um das Fundament hintendran auszuschachten.

Selbstredend traf ich an der letzten Ecke hinten um das Fundament herum auf Felsen. Das hat auch noch mal schööööön aufgehalten.
Aber auch das war irgendwann geschafft. Der Hang hatte, bevor ich anfing, das Fundament auszugraben, jetzt gut drei Monate so gehalten. Die Idee, jetzt zu mauern und den Raum dahinter mit Drainageschotter auszufüllen, war gefasst. Um an einem Tag, an dem meine Frau auch Zeit hatte, etwas Fortschritt zu machen, entschied ich mich, die fünf Tonnen benötigten Drainageschotter anliefern zu lassen. So hätte ich mir die Zeit für die sieben 26-km-Pendelfahrten gespart.
Der Aufpreis für die Anlieferung betrug 50 € und ich wurde natürlich gleich wieder eines Besseren belehrt. Aus der vereinbarten Anlieferung um 12:00 Uhr wurde 17:30 Uhr. Demnächst also wieder selber fahren, es ist und bleibt einfach das Beste, sich auf NIEMANDEN verlassen zu müssen.
Aber ich greife vor. Zwei Tage vor der Anlieferung hatte es stärker geregnet, jetzt nicht in biblischem Ausmaß, aber eben schon stärker. So lieferte die Überwachungskamera am Tag danach morgens dieses Bild:

Man sieht, wie der vordere Teil des Hangs wegzubrechen drohte; das ausgegrabene Fundament war schon wieder verschüttet. Es blieb dann auch trocken, aber es brachte nichts mehr – gegen 16 Uhr gab der ganze Hang nach.

Das ganze Scheißfundament war wieder verschüttet und gut 1,5 m³ obendrauf. 😂 Der einzige Vorteil war jetzt, dass wir zu zweit waren und meine Frau bei solchen Sachen eine unglaubliche Arbeitsmaschine ist. Während ich alle 20–30 Minuten mal kurz ’ne Pause mache und am Handy hänge, buckelt sie einfach durch und zieht mich dadurch natürlich mit. Das ist eh so was … Ich arbeite an Tagen, an denen sie dabei ist, viel mehr. Als wenn mein Chef auf der Baustelle wäre und mich beobachten würde.
Nach nicht ganz drei Stunden war der Hang dann freigelegt. Aber eines war jetzt auch klar: Die Idee, die Mauer die nächsten Wochen Stück für Stück zu mauern, wenn ich Bock habe, ist dahin. Die Mauer muss JETZT, und zwar ASAP, fertiggestellt werden, damit nicht noch mehr nachrutscht.
Auch der Wunsch, in die Mauer einen Grill aus Klinkersteinen einzubauen, musste verworfen werden; es hätte zu viel Zeit in Anspruch genommen, die ich nicht mehr hatte.
Bis die Lieferung Drainageschotter kam, hatte ich angefangen, die erste Reihe zu mauern und schon mal das Drainagerohr in Filtervlies zu verlegen. Als die Lieferung kam, haben wir rund zwei Tonnen Schotter benutzt, um den Hang zu stabilisieren, in der Hoffnung, dass er hält, bis ich am nächsten Tag weitermauern würde, denn erst musste Nachschub an Trasszement besorgt werden.
Was man aber auf dem Bild jetzt auch schon erahnen kann: Mit den fünf Tonnen Schotter war es jetzt nicht mehr getan.

Das Mauern mit Natursteinen hat einen fiesen finanziellen Nachteil: Man kann keinen Zementmörtel nehmen, der mit 0,12 €/kg daherkommt, sondern muss auf deutlich teureren Trasszementmörtel ausweichen. 0,44 €/kg macht das dann bitte am nächsten Fenster. Und besonders in die ersten zwei Reihen, welche doppelt gemauert werden, geht eeeeeeiniges an Mörtel.
Mir ist natürlich klar, man kann sich diesen Mörtel aus Kalk, Sand und Ton selbst zusammenrühren, und das viel, viel günstiger. Ich habe das auch mal bei der Mauer an der Tankstelle probiert, war aber nicht so sehr damit zufrieden. Das Selbst-Anmischen bedarf doch ein bisschen Geschick und zumindest bei mir hat der Mörtel fast eine Woche gebraucht, um auszuhärten. Auch habe ich meinen eigenen Anmischkünsten nicht so sehr vertraut; die Mauer an der Tankstelle ist mehr optischer Natur, bei der Stützmauer hier – der Name sagt es schon.

Musste am ersten Tag noch von Hand gemischt werden, habe ich dann doch mal solch ein Rührgerät bestellt. Wenn man nur ein, zwei Sack anmischt, ist der Betonmischer keine gute Wahl, weil zu viel drinnen hängen bleibt, was man umständlich rauskratzen muss, wenn man nicht zeitnah neuen Mörtel anrührt. Von Hand oder mit einem Rührquirl für den Akkuschrauber ist ’ne nette Idee, wenn man „mal“ was anrührt. Aber abseits der Mauer stehen ja auch noch das Verputzen der Innenwände an, die aus Backstein bestehen, und später auch noch die Ausgleichsmasse und, und, und.
Warum dann doch Billigkram von Einhell? Weil ich nicht jeden Tag Beton anmische. Leute, die solche Geräte einfach jeden Tag über Jahre im Gebrauch haben, sind natürlich beim Profizeug für den sechsfachen Preis besser aufgehoben. Ich verstehe aber auch nicht, warum die immer so Hobbyhandwerker belächeln, wenn sie bedarfsgerecht kaufen. 🤷

Am zweiten Tag wollte ich eigentlich was ganz anderes machen, es waren Temperaturen von 30 °C angesagt. Aber die Zeit eilt, also mussten sich die Bahnreisenden den ganzen Tag einen übergewichtigen Mann in kurzer Hose ohne Shirt anschauen, wie er im Pfälzerwald eine Mauer baut. Von 10 bis 17 Uhr steht der Vorgarten komplett in der Sonne, und auch wenn ich es strikt vermeide, ohne Shirt zu arbeiten, weil's einfach scheiße aussieht – es war nicht möglich.
Das Arbeiten mit einer Schnur hatte ich direkt wieder aufgegeben, komme ich nicht mit klar. Wie gesagt, ich habe einen Skill-Level 0 im Maurern. Die Sandsteine, welche ich zur Verfügung habe, sind aus keiner Maschine gefallen, also rundherum handgeschlagen. Die aus dem Baumarkt sind ja auf den Seiten, wo man sie mauert, glatt. Vertikal gilt es eh keine gerade Linie einzuhalten, weil die Mauer in den Hang um 10 % gekippt wird und sich so noch mal für mehr Stabilität gegen den Hang legt.
Nach zwei Reihen, die doppelt gemauert wurden, war es dann 17 Uhr am zweiten Tag und ich habe mal eine Richtlatte und eine Wasserwaage draufgelegt. Und ich finde … für Freestyle und mit absolut keiner Ahnung von dem, was ich da mache, geht das klar.

Eigentlich wollte ich an dem Tag vier Reihen schaffen, aber schon um 17 Uhr nach nur zwei Reihen wurde klar … das wird wohl nichts. Um 21:24 Uhr, der Baustrahler schon lange eingeschaltet, ist dieses Bild entstanden; Reihe drei ist fast fertig.
Ich dachte mir: „Komm, leg dir zumindest schon mal die Steine für die vierte Reihe auf die Mauer, dann ist das wenigstens erledigt.“ Dazu sei vielleicht gesagt, dass jeder Stein mehr oder weniger eine andere Breite und Höhe hat. Professionelle Maurer würden die Steine jetzt mit Werkzeug von Hand zurechtschlagen, dafür fehlt mir wie gesagt das Können. Ich habe es dann so gemacht, dass ich, wenn ich innerhalb einer Reihe leicht höhere Steine genommen habe, auf der darauffolgenden Reihe an dieser Stelle leicht dünnere Steine genommen habe. Das kostet natürlich Zeit, weil man die ~20 kg schweren Steine heraussuchen, drauflegen, sich das mal aus ein paar Metern Abstand anschauen und dann wieder einen anderen heraussuchen muss.
Das Mauern mit den Sandsteinen ist auch so eine Sache: Die Steine müssen erst mal mit der Stahlbürste aufgeraut und ggf. von Putzresten befreit werden. Die Steine sind ja gebraucht. Danach müssen sie staubfrei gebürstet und angenässt werden. Erst dann sollte man sie mit Mörtel beschmieren. Dann auflegen und mit ’nem Gummihammer in Form bringen.
Später hat es sich bei mir so eingependelt, dass ich für eine 6,5 m lange Reihe, die nur aus einer Steinbreite besteht, 4,5 Stunden benötige.
Als ich eine Stunde später gegen 22:30 Uhr alle Steine herausgelegt hatte, war dann aber auch klar: Die vierte Reihe wird heute auch noch gemauert. Damit ich am nächsten Tag, wenn wieder Teamarbeit geplant war, alle vier Reihen hinterfüllen kann. Bis dahin hätte die Mauer dann genug Zeit zum Aushärten.
Und, ich weiß ja nicht, wann der geneigte Leser das letzte Mal komplett alleine im tiefsten Wald war – nachts. Mein Nachbar war nicht da, und auch wenn man die Landstraße in sichtbarer Entfernung hat, ist das nächste Haus mit Menschen 2 km entfernt. Auch wenn mir bewusst war, dass das, was da so raschelt, die Eicheln sind, die von den Bäumen schon seit Tagen zu Boden fallen, beruhigt das dein Hirn wenig, besonders nicht, wenn es sich da mal hineinsteigert. Dass dann irgendwann um 0:30 Uhr in der Nähe Stimmen zu hören waren (vermutlich vom Radweg an der Landstraße), macht es nicht einfacher. 😂 Meine größte Sorge war aber eigentlich eine Wildschweinrotte, die ich dort schon mal tagsüber gesehen hatte.
Bis ich um 2 Uhr nachts die letzte Reihe fertig hatte und das Ganze die Woche darauf hinterfüllen konnte, habe ich auf Kopfhörer und Podcast verzichtet. Stattdessen habe ich die Bluetooth-Box und gleichzeitig noch alle Scheinwerfer angemacht, sodass ich wenigstens die ersten Meter vom Wald noch sehen konnte.
So ging dann der zweite Tag nach 15,5 Stunden ohne größere Pause zu Ende, und den merkte ich am nächsten Tag auch im Körper.

Was mir gar nicht so gefiel, war das Fugenbild. Aber wer hätte auch ahnen können, dass bei einer 15-Stunden-Schicht nachts im Halbdunkeln nichts Vernünftiges mehr bei herumkommt. Ab der fünften Reihe habe ich das aber dann besser hinbekommen. Die unteren Reihen müssen später noch mal nachgearbeitet werden.
Ab dem dritten Tag wurde dann nur noch pro Tag eine Reihe fertiggestellt, da der Hang nicht mehr weiter abzurutschen drohte.
Mit sieben Reihen, davon die untersten beiden doppelt, endeten die Maurerarbeiten dann. Dafür, dass ich davon absolut keinen Plan habe, finde ich das Ergebnis okay.
Für die Drainage mussten noch mal 1,2 t Schotter nachgeholt werden, diesmal wieder mit dem eigenen Pkw. 500 kg, die zu viel waren, landeten schon mal auf dem Waldweg zur Befestigung. Wir hatten das so gemacht, dass meine Frau immer 30 cm vorgefahren ist und ich von Hand den Schotter in die Fahrstreifen geschaufelt habe. Das ging SEHR einfach und ich glaube, ich muss von meinem Plan abrücken, mir die ~40 t Schotter, die ich für den Weg brauchen werde, anliefern zu lassen. Denn das Schaufeln in eine Schubkarre und das anschließende Verteilen ist um sooooviel schwerer, als ihn einfach nur vom Hänger zu schippen.
Mal sehen, vielleicht miete ich mir dafür einen kleinen 3,5-t-Pritschenwagen, um die Anzahl der Fahrten zu verkleinern. Das ständige Überladen des Pkw-Hängers ist halt auch scheiße, zumal die Baggerfahrer 700 kg immer als „Ich mach mal 1,2 t drauf“ verstehen. 🙄

Die Mauer war zwar schon hochgezogen, aber die Reihen 5–7 noch nicht hinterfüllt. Wir waren gerade dabei, das zu tun – sozusagen der letzte Tag mit Arbeiten an der Mauer –, da kam die obige Meldung rein. Also just in time fertig geworden, sozusagen.
Quelle des Screenshots "Protect Me" App aus dem Google Play Store.

Es blieb dann aber bei einem normalen Sommergewitter und um 19 Uhr wurden die letzten Eimer mit Muttererde über die Mauer gekippt. Die obersten 30 cm wurden nicht mehr mit Drainageschotter befüllt, weil Pflanzen ja später Boden benötigen. Ach so, die ganzen 6,2 t Schotter sowie ~500 kg Erde wurden in Eimern dort hochgetragen.
Was noch aussteht, ist die Abwasserleitung für die Drainage, welche vorne im Hang an der Tankstelle rauskommen wird – daher der Graben. Aber das eilt nicht.
Was hat die Mauer an Material gekostet?
Für die dummen Idee im Winter "man könnte ja eben mal den Garten etwas verbreitern" kam dann jetzt die Rechnung.
~400 Sandsteine 201 €*
1,1 t Trasszementmörtel 467 €
6,2 t Drainageschotter 16/32 332 €
35 m x 1 m Drainagevlies 58 €
10 m x 100mm Drainagerohr 32 €
KG Rohre + Winkel ~20 €
OSB Platten 45€
3 t Fundament Zement 365 €
======================
Gesamt: 1.465€
*Nur ~230 wurden für die Mauer benötigt
Und das ist der Preis unter kompletter Selbstausbeutung und ohne das In-Rechnung-Stellen von Wegekosten oder Werkzeugen. Wenn Firmen dafür also 6k aufwärts abrufen, ist das fair.
Pfalzwerke-Netz
Hier gibt es nichts Neues. Die Zählernummern sind immer noch bei allen Energielieferanten (alten wie neuen, beim Nachbarn wie mir) kreuz und quer vertauscht. Mehrmalige Telefonate mit der Pfalzwerke Netz AG (PWN) führen zu nichts, auch wenn ich sogar Tage danach erstmals einen Rückruf erhalten habe, bei dem noch mal zusätzliche Infos eingeholt wurden. Aber das ist jetzt auch wieder sechs Wochen her.
Ich habe am 12. August auf Anraten meines derzeitigen Energielieferanten einen Fall bei der Schlichtungsstelle Energie e. V. eröffnet. Nach deren Aussage fällt eine Klage bei Verweigerung der Mitarbeit dann im Nachgang weitaus einfacher aus.
Man darf gespannt sein, wann die Pfalzwerke, mein alter Energielieferant, wieder versuchen, bei mir abzubuchen. Ich bin dort ja kein Kunde mehr, aber die Beträge für die Grundgebühr laufen im Hintergrund ja weiter …
Andere Stellwerke
Ich habe natürlich selbst ein Auge auf andere Stellwerke, die zum Verkauf stehen. Eher weniger, weil ich sie, glaube ich, kaufen würde (es sei denn, es ist wirklich noch mal etwas Außergewöhnliches dabei), sondern eben, weil mich einfach die Preise interessieren.
Follower auf Social Media sind auch so nett und schicken mir immer mal Links zu passenden Sachen. So auch diesmal der @kreuznacher.bsky.social, der mir dieses Immo-Angebot zuschickte.

Das Stellwerk ist als Wochenendhaus inseriert. Aber wie ich die letzten Jahre ja lernen durfte, hat das nichts zu bedeuten; schlaumachen muss man sich selbst. Denn selbst wenn im Notarvertrag „Wochenendhaus“ steht, kann das nach Baurecht ganz anders aussehen. Und schaut man sich den online verfügbaren Flächennutzungsplan der Gemeinde an, sieht man auch
dass das Grundstück dort noch als Bahnanlage festgesetzt ist. Außerdem wird die Bahnstrecke mittelfristig reaktiviert; aktuell kann man dort mit Fahrraddraisinen fahren. Die Strecke ist auch nicht von Eisenbahnbetriebszwecken entwidmet.
Ich hatte den Makler mal fachlich mit Detailfragen angeschrieben. Man bot mir mehrmals an, die Fragen telefonisch zu beantworten, jedoch nicht schriftlich.
Jetzt habe ich daran zu dem Preis und aufgrund des Fakts, dass gegenüber der Bahnstrecke ein Hundezüchter residiert, ohnehin kein ernsthaftes Interesse und habe deshalb nicht weiter darauf reagiert.
Ein weiteres steht derweil auf Kleinanzeigen zum Angebot; ursprünglich war es für 1.500.000 € (ja, richtig gelesen) inseriert. Wenige Tage darauf dann schon für 999.999 € und nun, sieben Tage danach, kann man es schon zum Schnapper von 600.000 € erwerben. *hust*
Zwar hat auch dieses hier sogar Erstwohnzistzrecht, aber wenn man ein paar Blogposts weiter nach hinten scrollt, war wenige Kilometer entfernt das Stellwerk in Ebernburg für 400.000 € inseriert. Und das hat wenigstens so einiges zu bieten gehabt, von außen wie von innen. Bei diesem Angebot gibt's aber leider keine Bilder von innen.
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